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Glauben gemeinsam er- leben – Eltern und Kinder in der Kommunionvorbereitung

Projektidee
Intergenerationelle Katechese in der Pfarreiengemeinschaft Freren
Das pastorale Angebot in unserer Pfarreiengemeinschaft ist geprägt durch die Arbeit mit Familien und Kindern, der Familienkatechese. Familienkatechese ist ein Angebot bei der Taufvorbereitung, im Kindergartenalter und während der Kommunionvorbereitung.

Zeitrahmen
Die Kommunionvorbereitung beginnt Anfang des zweiten Schuljahres mit einem dreistündigen Familientag in den jeweiligen Gemeinden. Es schließen sich Gruppenstunden mit ehrenamtlichen Katecheten an. Inhalte der acht Treffen mit den Kindern sind vor allem die Erschließung das Kirchenraumes und des liturgischen Jahres, sowie die Arbeit mit dem Familienbuch „Kommt und seht.“ Den Abschluss bildet eine Familienkatechese zur Taufe und die feierliche Tauferneuerung der Kinder und Überreichung des Glaubensbekenntnisses an die Familien im Sonntagsgottesdienst.
Im dritten Schuljahr sind vier Familienkatechesen und weitere Gruppentreffen vorgesehen. Die Themen der Familienkatechesen sind Kern unseres Kommunionkurses. Freudig den „Glauben gemeinsam er-leben“ können die Kinder, Eltern und Hauptamtliche während dieser intergenerationellen Treffen.
Warum intergenerationell?

Reflexion
Bei einer Reflektion mit Eltern nach dem ersten Jahr Familienkatechese ist deutlich geworden, dass Eltern und Kinder heute wenig Zeit füreinander haben. Die zeitweilige Trennung der Eltern und Kinder während der Familientage war unbefriedigend. Mehrfach wurde der Wunsch an das Team der Hauptamtlichen gerichtet, dass Eltern und Kinder gemeinsam eine Katechese erfahren möchten. Desweiteren war es unserem Pastoralteam nicht mehr möglich eine befriedigende Beziehung zu Eltern und Kindern aufzubauen. Durch die Bildung einer Pfarreiengemeinschaft mit sechs Gemeinden und aktuell 188 Familien in der Kommunionvorbereitung sollte die Vorbereitung nicht anonymisiert verlaufen.
Rückhalt erfuhr das neue Konzept auch durch die Forschungen des Religionspädagogen Reinhold Boschki, der religiöses Lernen als eine Persönlichkeitsbildung auf einer wertschätzenden und dialogischen Beziehungsebene versteht.
Drei Hauptamtliche stellen sich nun jeweils für die Durchführung der gemeinsamen Familienkatechesen zur Verfügung und begleiten die katechetischen Einheiten. Erfahrbar ist hier für die Gemeinde ein hauptamtliches Team als Weggemeinschaft, zeugnisgebend und sich gegenseitig unterstützend.
Die dreistündigen Treffen in den Ortsgemeinden kennzeichnet eine Dreiteilung aus:
1. Orientierung im Glauben (Rotation des katechetischen Angebotes: 3 mal 30 Minuten gemeinsame Katechese der Eltern und Kinder in Kleingruppen)
2. Kreative Umsetzung
3. Hineinnahme in die Liturgie (wenn möglich im anschließenden Gemeindegottesdienst)

Übersicht der sechs Treffen:

Thema 1: Vom Wachsen im Glauben
Orientierung am Glauben: Spiritualität in der Familie, Gebete und Rituale
Kreativ: Mosaikkreuz
Liturgie: Wortgottesfeier (Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen)

Thema 2: Gott ruft mich bei meinem Namen
Orientierung am Glauben: Die Taufe, unser Credo, die Sakramente
Kreativ: Namensanhänger
Liturgie: Tauferneuerung im Gemeindegottesdienst

Thema 3: Versöhnung heißt Neuanfang
Orientierung am Glauben: Versöhnungsweg, Barmherziger Samariter, Gewissen
Kreativ: Jesusfigur
Liturgie: Bußandacht und Beichte

Thema 4: Tragt in die Welt nun ein Licht
Orientierung am Glauben: Kirchenjahr, meditative Übung, liturg. Farben, Sakristeibesuch
Kreativ: Kerze
Liturgie: Lichtfeier und Luzernar, Lichterprozession im Gemeindegottesdienst

Thema 5: Gott spricht zu uns in der Heiligen Schrift
Orientierung am Glauben: Gottesbilder der Bibel, der brennende Dornbusch
Kreativ: Schatzkästchen mit Bibelzitaten
Liturgie: Wortgottesfeier

Thema 6: Jesus schenkt sich uns im Brot des Lebens
Orientierung am Glauben: Eucharistiefeier, vom Abendmahl bis Emmaus, Kommunionempfang
Kreativ: Kruisbessen für Palmsonntag
Liturgie: Eucharistiefeier

Weitere Angebote
Soziales Projekt der Familien; Mitfeier und Erarbeitung des Sonntaggottesdienstes; eigene Vergewisserung der Katecheten: Abend der Tauferinnerung, liturgische Kirchenbegehung …

Was zeichnet die intergenerationelle Katechese aus?
- Sie nimmt den Menschen als eigenverantwortliches Subjekt mit seinen Beziehungen in den Blick;
- sie ist ein prozesshaftes Geschehen, geprägt durch Kommunikation, Reflektion, Veränderung, Kreativität;
- ein Beitrag zur Integration von Menschen verschiedenster Herkunft, besonders mit Handicap;
- intergenerationelle Katechese trägt zum Aufbau der Gemeinde bei und vertraut auf die Kraft der Liturgie;
- intergenerationelle Katechese kann auf weitere Bereiche der pastoralen Arbeit angewendet werden.

Ansprechperson
Annette Geers, Gemeindereferentin
Am Steinkamp 4
49832 Freren
Tel.: 05902/1645
E-Mail: