katechetischer-prozess.de

Katechetischer Prozess

"Ich glaube an Gott." Ist doch ganz einfach. Oder tun Sie sich schwer, von Ihrem Glauben zu sprechen? Weil dieser kurze Satz mit vier Wörtern in Wahrheit viele Fragen aufwirft. Was heißt das eigentlich, "ich glaube"? Kann ich - oder können andere - das an mir sehen oder spüren? Und wer ist überhaupt dieser Gott?

Solche Fragen stellen sich viele, ganz egal, wie nah oder fern sie der Kirche stehen. Die einen haben vielleicht nie ein Haus Gottes von innen gesehen und werden erst spät in ihrem Leben - durch irgendein Ereignis, eine Beobachtung - mit den Fragen nach ihrem Glauben konfrontiert. Die anderen gehen von Kindheit an jeden Sonntag in die Kirche und sind plötzlich sprachlos, wenn Sie jemandem erklären sollen, was sie da eigentlich machen.


Bischof Dr. Franz-Josef Bode
Um diesen Situationen zu begegnen, hat Bischof Franz-Josef Bode im Bistum Osnabrück den "Katechetischen Prozess" ins Leben gerufen. Katechese, das griechische Wort für Unterweisung oder Unterricht, meint dabei nicht nur, dass fromme Menschen anderen erklären, wo es lang geht im Glauben. Es geht darum, wie Menschen jeden Alters auf ihrem eigenen Glaubensweg als Christ begleitet und geführt werden können - ihren ganz individuellen Biographien und Bedürfnissen entsprechend. Durch Beratung und Vermittlung von Wissen, vor allem aber durch eine gute geistige und geistliche Begleitung.

Der Katechetische Prozess im Bistum Osnabrück ist auf drei Jahre angelegt, es sind haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem ganzen Bistum engagiert. Sie loten in vielfältigen Projekten alte und neue Ideen aus, in Theorie und Praxis. Am Ende sollen Leitlinien stehen, an denen sich die Katechese an den verschiedenen kirchlichen Orten des Bistums neu orientieren kann. Das Leitwort des Prozesses, das dem 1. Johannesbrief entstammt, bringt den großen Anspruch an alle Beteiligten auf den Punkt:

Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen, was wir geschaut und was unsere Hände angefasst haben, das verkünden wir: Vom Wort des Lebens sprechen wir.